MARKTGEMEINDEAMT ANGER
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» Verbot von Feuerentzünden
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Verbot von Feuerentzünden

und Rauchen im Wald in Zeiten besonderer Gefahr. Die Verordnung tritt mit 20.06.2017 in Kraft.

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Rot-Kreuz-Blutspendeaktion

Am Sonntag, dem 27.08.2017 findet von 08:00 bis 12:00 Uhr eine Blutspendeaktion bei der Freiwilligen Feuerwehr Anger, Florianiweg 10, 8184 Anger, statt.

Chronik der Gemeinde Feistritz bei Anger

Eingebettet zwischen dem Fresenkogel, dem Rabenwald, Hoher Zetz, Raasberg, Külml und Kulm liegt die Gemeinde Feistritz bei Anger im idyllischen Feistritztal an der Steirischen Apfelstraße, entstanden 1952 durch Zusammenlegung der Ortsgemeinden Oberfeistritz und Viertelfeistritz. Mit 1. Jänner 1980 wurden 34,46 ha im Süden der Katastralgemeinde Naintsch der Gemeinde Feistritz bei Anger einverleibt.
Die Gemeinde Feistritz bei Anger wurde mit Verordnung der Stmk. Landesregierung mit Wirkung vom 1. Jänner 1952 durch die Vereinigung der ehemaligen Gemeinden Oberfeistritz und Viertelfeistritz neu geschaffen. Die Einwohnerzahl betrug damals 620 Personen, wovon 390 Bewohner aus dem Raum Oberfeistritz und 230 Bewohner aus dem Raum Viertelfeistritz kamen. Valentin Wiener aus Hart wurde damals zum Bürgermeister der neu geschaffenen Gemeinde gewählt. Sieht man Gemeinderatsprotokolle seit der Jahrhundertwende durch, so bemerkt man, dass die Aufgabe der Gemeinde hauptsächlich darin bestand, den Bestand der Schulen und Wege zu sichern.
Allerdings hatte man auch schon damals die Verantwortung für alle Mitmenschen erkannt - es wurde jährlich - und zwar nach Maßgabe der Erfordernisse - der sogenannte Armenfond beschlossen. War die ehemalige Gemeinde Oberfeistritz seit jeher durch den Ort gekennzeichnet (die Ortschaft wurde im Jahr 1263 erstmals erwähnt) so gliederte sich Viertelfeistritz in mehrere Weiler: in Hart, Trog, Torbauern und Gschnaidt. In der Ortschaft Oberfeistritz ist die Besiedelung wahrscheinlich von Külml aus gegangen. Bei der Renovierung der Ulrichskirche am Külml kam man bei verschiedenen Arbeiten zum Schluss, dass der Ursprung dieser Kirche auf die Jahrtausendwende zurückreicht und diese damals wahrscheinlich als Wehrkirche erbaut wurde. Man weiß aber auch, dass sich am Südwesthang am Külml eine Römerstraße nach Oberfeistritz zwängte, wo sie einerseits Richtung Norden führte, eine Abzweigung aber über Lebing-Haring nach dem Osten.
Im Juni 1963 richtete ein verheerendes Hochwasser im Raum Oberfeistritz einen unheimlichen Schaden an. Damals wurde auch die Idee der Feistritzregulierung (Fertigstellung 24.07.1974) geboren. Bereits im Jahr 1967 wurden aber auch die ersten Pläne für eine Umfahrung von Oberfeistritz vorgelegt. Die darin vorgesehene Trasse sollte westlich der Ortschaft Oberfeistritz vorbeiführen, wurde aber vom Gemeinderat abgelehnt. In der Folge wurde die zur Durchführung gelangte Trasse erarbeitet und fand auch die Zustimmung des Gemeinderates und der Bevölkerung.
Beide Vorhaben lösten in der Folge noch einen dritten entscheidenden Eingriff im Raum Oberfeistritz aus: die Grundzusammenlegung (Beschluss 18.08.1973). Alle diese geplanten Vorhaben wurden in den Jahren 1967 - 1976 durchgeführt und haben den Raum Oberfeistritz wesentlich verändert.

Gleichzeitig mit der Fertigstellung und Übergabe der Feistritzregulierung am 24.07.1974 wird für die sportbegeisterte Bevölkerung der erste Sportplatz hinter dem Betriebsgelände der Talkumwerke Naintsch in Oberfeistritz eröffnet.
1974 wird Viertelfeistritz an das öffentliche Telefonnetz angeschlossen und erhält im darauffolgenden Jahr eine Straßenbeleuchtung. Ein Jahr später wird der Beschluss gefasst, die Eisbahn zu überdachen und daran anschließend eine Festhalle zu errichten, die uns allen durch das „Troger Fest“ bekannt ist.
Auch vor der Gemeinde Feistritz bei Anger hat die Verpackungsgesellschaft nicht Halt gemacht. Problemstoffe in der Müllentsorgung fallen an, und so gibt es 1976 die erste mit einem Gemeindetraktor allgemein durchgeführte Müllabfuhr.
Die Art der Flächenbearbeitung in der Landwirtschaft hat sich mittlerweile geändert. Zahlreiche Landwirte sehen im Obstbau eine neue Chance und stellen ihre Betriebe von der Viehzucht auf den Obstbau um. Neue Schwierigkeiten tauchen auf - Unwetter und Hagel. Mit dem Beitritt zur Steirischen Hagelabwehr im Jahre 1977 hofft man dem Wettergott ein Schnippchen zu schlagen und den Hagel von den Nutzflächen fernhalten bzw. in der Atmosphäre bekämpfen zu können.
Zur Förderung der Kleinkinder beschließt der Gemeinderat 1977 anteilsmäßig den Kindergarten in Anger mitzufinanzieren, sodass ab Herbst 1977 die Kleinkinder von Feistritz den Kindergarten in Anger besuchen können.
Das zweite einschneidende Großprojekt erfährt seine Fertigstellung. Am 4.11.1977 wird die Umfahrungsstraße Oberfeistritz feierlich unter Beisein des späteren Landeshauptmannes
Dr. Josef Krainer ihrer Bestimmung übergeben.
Die Talkumwerke Naintsch, die bisher in Anger, Stubenberg und Oberfeistritz ein Werk betreiben, verlegen das gesamte Mahlwerk nach Oberfeistritz und vergrößern und modernisieren 1979 ihren Betrieb maßgeblich. Das Betriebsgelände wird ausgeweitet, und so wird der erste Sportplatz in die später errichtete Walter-Pechmann-Siedlung verlegt. Daneben werden auch zwei Tennisplätze errichtet, die gesamte Anlage wird 1981 eröffnet.
Der Ort Oberfeistritz wird durch die Errichtung der Walter-Pechmann-Siedlung wesentlich vergrößert. Die Siedlung wird 1984 fertiggestellt und am 16.6.1984 feierlich gesegnet.
Der langjährige Rüsthauswart von Oberfeistritz, Jakob Almer, überlässt seine Rüsthauswohnung der Gemeinde und zieht in eine Wohnung in der Walter-Pechmann-Siedlung. So können im Gemeindeamt neue Räume für Archive und Verwaltungstätigkeiten adaptiert werden.
Bürgermeister Karl Schloffer erhält im Jänner 1986 nach einer sehr zukunftsweisenden, arbeitsintensiven und von Menschlichkeit geprägten Amtsführung von LH Dr. Josef Krainer das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen. Aus gesundheitlichen Gründen legt er nach 21-jähriger Bürgermeistertätigkeit sein Amt am 1.7.1986 zurück und übergibt es an seinen Nachfolger Ing. Franz Glößl.
Die Anforderungen an eine funktionierende Feuerwehr steigen. Neben der Brandbekämpfung kommen nun vor allem Katastropheneinsätze bei Hochwasser, Hagel, Unfällen aller Art hinzu und dies erfordert auch eine technische Ausrüstung, die dem neuesten Stand entspricht. 1986 wird in Oberfeistritz ein erstes Tanklöschfahrzeug angeschafft. Im Jahre 1988 wird mit dem Umbau von Rüst- und Gemeindehaus in Oberfeistritz begonnen. Die offzielle Einweihung des neuen Amtsgebäudes findet am 21.5.1995 statt.
Daneben schreitet man zügig an die Verwirklichung des Projektes Kanalisation. 1989 wird die Kanalisation Oberfeistritz projektiert, geplant und vergeben, die ersten Hausanschlüsse werden durchgeführt und 1990 die Kläranlage in Floing fertiggestellt. Die gesamte Abwasserverbandanlage wird am 16.7.1991 feierlich in Unterfeistritz eröffnet. 1991wird das gesamte Vorhaben in Oberfeistritz an die Fa. Alpine Bau vergeben und der Kanalhauptstrang ist bereits 1992 fertiggestellt. Ebenso wird 1992 ein Beschluss über die Abwasserentsorgung in Hart-Puch, Harterberg, Hart und Trog gefasst und am 26.2.1993 wird auch über die Abwasserbeseitigung von Viertelfeistritz ein Gemeinderatsbeschluss gefasst.
Die Struktur des Ortes Oberfeistritz hat sich geändert, das Kaufhaus Sternath wird geschlossen und die Gemeinde erwirbt am 30.6.1993 die gesamte Liegenschaft. Am 21.7.1994 wird der Beschluss zur Bauvergabe gefasst, in weiterer Folge wird hier eine Wohnanlage mit 14 Mietwohnungen errichtet. Nach relativ kurzer Bauzeit wird diese Wohnanlage bereits am 30.12.1995 gesegnet.
Der Umweltausschuss der Gemeinde befasst sich mit der immer größer werdenden Problematik der Müllentsorgung. Ab Jänner 1994 wird einmal monatlich im Auftrag der Gemeinde eine Müllabfuhr durchgeführt.
Neben den vielfältigen strukturellen und baulichen Maßnahmen in der Gemeinde gilt der Erhaltung und Pflege des Kulturgutes ein besonderes Augenmerk. Davon zeugen die zahlreichen Bildstöcke, Kreuze und andere Kulturdenkmäler. Am 24.9.1993 wird das renovierte Dorfkreuz in Oberfeistritz eingeweiht. Das Harter Kreuz wird am 14.8.1994 gesegnet und im September 1994 wird mit den Außenrenovierungsarbeiten und der Stromverlegung bei der Külmlkirche begonnen. Auch das Gschnaidter Kreuz erfährt eine vollständige Restaurierung und wird am 18.7.1995 feierlich eingeweiht. Zur gleichen Zeit sind auch die Arbeiten der Külmlkirche abgeschlossen.
Auch in Viertelfeistritz wird das Rüsthaus umgebaut und am 17.7.1994 im Rahmen eines Festaktes feierlich seiner Bestimmung übergeben.
In Hinblick auf die spätere Raasbachverbauung werden mit Beschlussvom 5.12.1995 bereits für das Jahr 1996 der Ausbau der Greimelbrücke und der Haider-Brücke ins Auge gefasst. Das Projekt Raasbachverbauung, das vom Bundersministerium für Land- und Forstwirtschaft geplant und in Auftrag gegeben wird, wird erst am 16.4.1998 vom Gemeinderat einstimmig genehmigt und bis zum 12.8.1999 mit einem Kostenaufwand von ca. 21. Millionen Schilling beendet.
Nach dem Umbau und der Fertigstellung des Rüsthauses und des Amtsgebäudes in Oberfeistritz wird das Ortserneuerungskonzept vorgestellt. Hauptanliegen sind gepflasterte Gehsteige, eine neue Straßenbeleuchtung, ein Bepflanzungsplan und die Platzgestaltung vor dem Amtshaus.
In einer sehr arbeitsintensiven Amtszeit war Bürgermeister Ing. Franz Glößl stets um eine aktuelle, innovative und strukturorientierte Weiterentwicklung der Gemeinde bemüht und übergibt am 17.4.2000 das Bürgermeisteramt seinem Nachfolger Franz Neuhold.
Für die Sicherheit der Schulkinder und anderer Fußgänger und Radfahrer auf dem Weg nach Anger wird im August 2001 der Ausbau der Kreuzung beim Nahwärmewerk begonnen, eine Untertunnelung der Umfahrungsstraße B 72 entsteht, die Kreuzung erhält eine Linksabbiegespur. Das Bauvorhaben kann im November 2001 fertig gestellt werden.

Gemeindewappen der Gemeinde Feistritz

Die Gemeinde Feistritz bei Anger hat mit Wirkung vom 1. August 1979 das Recht zur Führung eines Gemeindewappens. Entwurf LOAR Dr. Heinrich Purkathofer, Graz; Ausführung Fr. HR Prof. Herlinde Almer, Baierdorf.

Beschreibung des Wappens:
"Über silbernem Schildfuß mit einem wachsenden schwarzen Viadukt von drei Bogenfeldern, in Rot ein silberner Schräglinksbalken, aus dem rechts aufwärts in Silber die Krümme eines Bischofstabes mit eingeschriebenem Ulrichskreuz, links abwärts in Silber eine Rose mit Kelchblättern wächst."